"Musik einer Liebe"
Klavier und Rezitation: Elisabeth Eschwé

Musik einer Liebe schildert die dramatische Liebesgeschichte von Clara Wieck und Robert Schumann, die zur bedeutendsten Lovestory des 19. Jahrhunderts wurde.

Robert Schumann, inspiriert durch die beginnende Liebe zum Wunderkind Clara, schreibt seine kühnsten Werke, unter anderem Carnaval, Fantasiestücke, die große C-dur Fantasie, Kinderszenen. Die Zeit des Kennenlernens von 1832 bis zur schwer erkämpften Hochzeit 1840 ist für ihn die kreativste Zeit seiner Klavierkompositionen. Claras Texte, Tagebücher und Briefe schildern den Kampf zwischen ihrem dominanten Vater Friedrich Wieck und ihrem Geliebten Robert Schumann. Die Musik illustriert das Geschehen in allen emotionalen Facetten, wird so lebendiger musikalischer Ausdruck seiner Biografie.

Copyright (C) 2006 Elisabeth Eschwé. Alle Rechte vorbehalten.

Programm
Originalzitate aus folgenden Kompositionen Robert Schumanns und Schriften Clara Schumanns

Papillons Op. 2: 1,2,3,4
Impromptus Op. 5 über ein Thema von Clara Wieck, Nr. 1 und 2
Carnaval Op.9: Estrella (Ernestine), A.S.C.H., Chiarina (Clara), Aveu
Sonate fis-moll Op. 11: Introduktion, Aria
Davidsbündlertänze Op. 6/1 Florestan und Eusebius

Biografischer Hintergrund

Die Kindheit
Clara Wiecks frühe Kindheit ist traumatisiert: ihre Mutter verlässt ihren Mann. Clara scheint retardiert, spricht nicht bis zu ihrem achten Lebensjahr. Ihre Welt ist die Musik, sie wird von ihrem fünften Geburtstag an systematisch von ihrem Vater unterrichtet. Mit acht gibt sie ihr erstes Konzert, mit zwölf macht sie die erste Konzerttournee nach Paris, wird in ganz Europa als Wunderkind gefeiert. Im Hause Wieck spielt der Vater die Hauptrolle, ist Autorität, hat Anspruch auf Gehorsam. Viel Wert wird auf strenge Ordnung gelegt, geregeltes Lernen, tägliche Spaziergänge, der Tag ist verplant und lässt keinen Freiraum für Kinderspiele.

Robert Schumann genießt eine sorgfältige und liebevolle Erziehung. Sein Vater ist Buchhändler und fördert nicht nur die Lekture, sondern auch seine musikalische Ausbildung. Er stirbt zu früh, Roberts Schwester Elise begeht Selbstmord. Der Abiturient Schumann fühlt sich vaterlos "hinausgeworfen in das Dasein". Er beginnt Philosophie in Leipzig zu studieren, komponiert, wechselt nach Heidelberg, um auf Wunsch seiner Mutter Jura zu studieren, bricht das Studium ab. Als Robert ins Haus Wieck zieht, um Klavier zu lernen, ist er zwanzig und Clara elf; ihr Leben wird fröhlicher und heller.

Die Romanze
Allmählich wird aus kindlicher Freundschaft Liebe. Robert und Clara finden immer wieder Nischen im System dichter väterlicher Kontrolle. Wieck opponiert vom ersten Augenblick an gegen diese Verbindung, sieht die Karriere seiner Tochter gefährdet. Im August 1837 verloben sie sich heimlich. Clara gerät durch Übertragung der Idealisierung ihres Vaters auf den Geliebten in ein psychisches Dilemma. Die idealisierte Liebe wird für Robert eine Quelle von Inspiration. Durch Verleumdungsklagen versucht Wieck gegen Schumann zu kämpfen. Clara und Robert erwirken nach zweijährigem Kampf die Hochzeitserlaubnis beim Leipziger Apellgericht.

Die Hochzeit
am 1. August 1840 ist Auftakt der 14jährigen Ehe zweier Genies. Die Schumanns leben in Leipzig, Dresden und Düsseldorf. Clara bringt acht Kinder zur Welt, Felix, wird erst nach Schumanns Einlieferung in die Heilanstalt von Endenich 1854 geboren. Trotz aller Widersprüchlichkeiten und Tragik sind Clara und Robert füreinander Quelle der Inspiration und bleiben miteinander schicksalshaft verbunden.

 

"Ein Abend mit Clara Schumann"
Klavier und Rezitation: Elisabeth Eschwé

Ein szenischer Klavierabend mit Elisabeth Eschwé als Clara Schumann in ihrer Eigenschaft als Virtuosin am Klavier, Mutter, Ehefrau, Geliebte, Manager. Ein Rückblick in Claras dramatisches Leben von ihrem 16. bis 76. Geburtstag

Copyright (C) 1999 Elisabeth Eschwé. Alle Rechte vorbehalten.

Programm
Originalzitate aus folgenden Kompositionen und Schriften Clara Schumanns

Caprice en forme de valse, Op.2/1,2,4,6
Romanze Op.21/3 Agitato
Romance h-moll "Liebendes Gedenken" op. posthum
Romance Op. 21/1 Johannes Brahms gewidmet
Souvenir de Vienne, Impromptu Op. 9
Präludium und Fuge Op. 16
Variationen über ein Thema von Robert Schumann Op. 20
Notturno Op. 6 / 1
Briefwechsel mit Emilie und Elise List
Verlag Metzler, Stuttgart, Weimar, 1996
Clara Schumann - Johannes Brahms Briefe
hrsg. von Berthold Litzmann, Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1927
Clara Schumann – Ein Künstlerleben
hrsg. von Berthold Litzmann, Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1902

Biografie Clara Schumann

Clara Schumann, die Frau Robert Schumanns, die Freundin von Johannes Brahms; Clara, das pianistische Wunderkind.
Ihr Vater gibt ihr schon vor ihrer Geburt den Namen, weil er aus ihr eine Berühmtheit machen will. Ab ihrem 11. Lebensjahr spielt sie in den größten Konzertsälen Europas und an den Kaiserhöfen, in den Rezensionen wird sie mit Liszt und Rubinstein verglichen.

Mit 16 Jahren verliebt sie sich in Robert Schumann, der im Hause ihres Vaters Klavierunterricht nimmt; mit 18 wird sie vom Österreichischen Kaiser mit dem Titel k.k.Hofkammervirtuosin ausgezeichnet - außergewöhnlich, weil sie Ausländerin und obendrein zu jung für diesen Titel ist. Mit 21 heiratet sie nach nervenzermürbenden Gerichtsprozessen ihren Robert - gegen den eisernen Willen und die Gerichtsklagen ihres Vaters. In 13 Ehejahren an der Seite eines komponierenden, labilen Genies, bringt sie 8 Kinder zur Welt, komponiert, konzertiert, stützt den immer kränkelnden Robert. Sie lernt den jungen Johannes Brahms kennen, den ihr Mann fördert. Brahms ist zu dem Zeitpunkt 20 Jahre alt, Clara 34.

Drei Monate später wird Robert in die Irrenanstalt von Endenich eingeliefert. Clara sorgt als Alleinerzieherin für ihre Kinder, beginnnt eine beispiellose Pianistenkarriere, ist ihre eigene Managerin, konzertiert bis zu ihrem 75. Lebensjahr und macht Europa mit den Werken ihres Mannes und Johannes Brahms bekannt. Ihre Zeitgenossen schildern sie als charismatisch, zerbrechlich, herrschsüchtig, leidenschaftlich, egoman, liebevoll und warmherzig.

Clara und Johannes – diese Liebesgeschichte bleibt letztlich rätselhaft und verschleiert. Brahms versenkt einen Großteil seiner Briefe im Rhein. Aber aus den erhaltenen 800 wird deutlich, daß Clara Schumann die wichtigste Frau in seinem Leben war, der er in inniger Freundschaft und Liebe bis zum Tod verbunden bleibt.

 

"Femmes Classiques"
Klavier und Gesang: Elisabeth Eschwé und Ulrike Sych
Buch und Regie: Sepp Tatzel

Eine Konzertpianistin und eine Opernsängerin proben ein neues Programm. Es soll "klassische Unterhaltung " werden, bei der Umsetzung geraten sie aber auf Abwege….

Frech, obszön, aber mit ernstem Unterton rütteln die Beiden an Rollenbildern und Tabus der modernen Gesellschaft. Ein Salto Mortale von der klassischen Kunst in Persiflage und Ironie. Eine Geschichte von der Laszivität des Alltags und Irrfahrten der Fantasie….

Musikalische Irr-und Umwege von Schubert über Mozart, Rossini, Schönberg, Satie, Jacques Brèl bis zum Broadway und zurück…

 

“Vergessenes Wien”
Cello: Orfeo Mandozzi, Klavier und Rezitation: Elisabeth Eschwé

Ein Charakterbild Wiens und des Wieners von 1900 bis 1945
Originalzitate und Werke österreichischer Schriftsteller und Komponisten

Wer ist ein echter Wiener, der im Fiakerlied besungen wird? Jemand, der hier geboren wurde, oder ein Immigrant, ein Ausgestossener, einer, der hier lebte und ewig fremd blieb? Selten oder nie gespielte Stücke für Cello und Klavier sowie Lyrik und Prosa österreichischer Musiker und Schriftsteller in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fügen sich zu einer Kollage: Erzählen von Wien und vom Wiener in der kritischen Zeit des Zusammenbruchs der Monarchie bis zum 2. Weltkrieg. Eine Chronik über Zerfall, Zerstörung, Verfolgung, historische Ereignisse, die bis in die Gegenwart wirken, die aber auch die Liebe zu Wien widerspiegelt mit der Mischung aus Verachtung, Melancholie und Humor, der typisch für das "echte Wiener Kind" sind.

Texte von:
Josef Weinheber, Sándor Marai, Peter Altenberg, Elias Canetti, Karl Kraus, Ingeborg Bachmann, Otto Friedländer, Karl Merz, Helmut Qualtinger und Ilse Aichinger

Musik von:
Eduard Frank – Chant viennois, Franz Schmidt – Drei kleine Fantasiestücke, Erich Korngold – Sérénade aus der Pantomime Der Schneemann, Wilhelm Jeral – Intermezzo, Sérénade viennoise, Nikos Skalkottas – Tender Melody, Alfred Grünfeld – Sérénade mignonne, Joachim Stutschewsky- M’chol Kèdem

Idee und Zusammenstellung: Elisabeth Eschwé,
Musik: Elisabeth Eschwé & Orfeo Mandozzi

Copyright (C) 2001 Elisabeth Eschwé & Orfeo Mandozzi. Alle Rechte vorbehalten.